„Connected Consumers“: Vier Verbrauchertypen und ihre Shoppinggewohnheiten

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Deutsche shoppen online – aber unterschiedlich gern. Eine neue Studie der Unternehmensberatung ATKearney gibt globale Einblicke.

Online, mobile, social? Internet is everywhere – wenn man aktuellen Studien glaubt, JA. Im Januar 2015 zählte Deutschland rund 71,7 Millionen Internetnutzer, gemessen an der Gesamtbevölkerung Deutschlands stellen die aktiven Internetnutzer damit einen Anteil von rund 89 % (http://wearesocial.de/blog/2015/01/digitales-deutschland-stand-januar-2015/). 22% der Gesamtbevölkerung sind mobil unterwegs, in Social Media Apps (22 %), schauen Videos (21 %) oder spielen Spiele (18 %).

Was diese Studie eindrucksvoll belegt: Der Kunde von heute ist immer und überall. Werbetreibende sollten angesichts dieser Möglichkeiten, Kunden und potenzielle Kunden auf jedem Gerät und in jedem Kanal erreichen zu können, begeistert sein? Oder doch nicht? Denn – die großen Herausforderungen liegen vor allem in der richtigen Aufteilung der Marketingbudgets und die sinnvolle Verknüpfung aller Maßnahmen. Im Zentrum aller Werbe- und Marketingkampagnen aber steht der Kunde. Nur, wie tickt dieser in Zeiten zunehmender Vernetzung?

Auf diese Frage hat seit kurzem die weltweit führende Unternehmensberatung ATKearney eine Antwort parat. Um genauer zu sein – vier. Denn in genau vier verschiedene Kategorien lassen sich Endverbraucher weltweit einteilen. Gespannt, welche Typen Deutschland prägen?

Hier kommt die Auflösung:

  1. Transactionals – sind echte Pragmatiker. Ausgiebiges Surfen nur zum Spaß ist ihnen ein Gräuel; die Informationsbeschaffung steht ganz klar im Mittelpunkt. Mehr Online als nötig muss nicht sein, denn online wird nur in speziellen Produktkategorien geshoppt. Gehör schenken Transactionals aber nicht nur sachlichen Informationen, sondern auch den Ereignissen und Empfehlungen in den sozialen Netzwerken. Typisch deutsch? Richtig, denn 35 % der deutschen Verbraucher gehören zu dieser Kategorie!
  2. Online Champions – stehen an der Spitze der digitalen Nahrungskette und sind allen anderen Verbrauchertypen immer eine Nasenlänge voraus. Das Internet ist ihr zweites Zuhause, sie sind gern online und ausgiebig im Internet unterwegs, um in sozialen Netzwerken zu surfen und zu shoppen. Als Trendsetter nutzen Online Champions häufiger als jeder andere Typ mobile Geräte. Ihre Kaufentscheidung wird häufig von Empfehlungen aus sozialen Netzwerken beeinflusst. In Deutschland sind ganze 29 % Online Champions – ein wahrer Schatz für personalisierte Marketingmaßnahmen.
  3. Bricks, no Clicks – halten das Internet eher für ein Buch mit sieben Siegeln. Deswegen machen sie auch eher einen großen Bogen um die digitale Welt und bevorzugen stationäre Geschäfte. Sie lieben alte Gewohnheiten und bleiben diesen über lange Zeit sehr treu. Soziale Netzwerke? Fehlanzeige, Kaufempfehlungen aus diesem Kanal lassen diese Gruppe eher kalt. Unter den Deutschen bilden sie mit 25 % die drittgrößte Gruppe.
  4. Social Animals – sind Rudeltiere und halten sich gern in sozialen Netzwerken auf. Sie suchen den Kontakt zu anderen Menschen, genießen den Austausch mit anderen. Auch für sie ist Mobile kein Fremdwort, aber nur zum „Appetit holen“ – geshoppt wird meist offline. In Deutschland machen sie einen Anteil von 11 % aus.

Aber Vorsicht! Typisierungen können hilfreich sein, um die jeweilige Zielgruppe besser fassen zu können und zu erfahren, mit welcher Art Inhalt und Ansatz diese am besten beworben werden kann. Dennoch ist und bleibt jeder (potenzielle) Kunde ein Individuum – entsprechend persönlich sollte daher auch die Werbeansprache gehalten sein!

Personalisierung ist kein Klischee mehr – das sieht auch ATKearney so und empfiehlt Werbetreibenden außerdem: Jeder Touch Point ist Teil des Wertschöpfungsprozesses – sinnvolle Multi-Channel-Strategien steigern die Kundenbindung und -zufriedenheit. Last but not least: Engagement ist Trumpf!

Über die Studie: ATKearney hat insgesamt 10.000 vernetzte Verbraucher – also Verbraucher, die mindestens einmal pro Woche mit dem Internet verbunden sind – nach ihren Online-Gewohnheiten befragt. Zu den Teilnehmern gehörten jeweils etwa 1.000 Konsumenten aus den USA, Großbritannien, Deutschland, Japan, Brasilien, Russland, China, Indien, Südafrika und Nigeria. Entstanden ist ein Studienbericht, der von den heutigen „vernetzten Kunden“ ein klares Bild zeichnet: Wer sie sind, was sie motiviert, wie sie sich verhalten und was sie in ihrem Kaufverhalten voneinander unterscheidet.

Die vollständige Studie kann hier kostenlos heruntergeladen werden: http://www.atkearney.de/documents/856314/6041865/BIP+Connected+Consumers.pdf/08871bef-c419-4b12-b243-132173c713ee