Digitalisierung: Top-Management mit geringem persönlichen Bezug, aber höherer Investitionsbereitschaft

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Digital Intelligence Institute (dii) untersuchte die Einstellung von 1.000 Führungskräften auf drei Hierarchieebenen zur Digitalisierung

Digitale Medien werden unterschiedlich genutzt – und wahrgenommen. Denn je nach Hierarchieebene unterscheiden sich persönliche Affinität und Investitionsbereitschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle soziodemografische Studie des Digital Intelligence Institute (dii), für die mehr als 1.000 Führungskräfte der Hierarchieebenen Geschäftsleitung, Fachbereichsverantwortung und Teamleitung befragt wurden.

Demnach weisen Teamverantwortliche die mit Abstand größte Affinität zu digitalen Medien auf: Etwa drei Viertel aller Befragten halten diese für nahezu unverzichtbar. Auf Fachbereichsebene teilen noch zwei Drittel diese Aussage, oder sehen digitale Medien zumindest als eine Bereicherung. Im Top-Management dagegen hält jeder Fünfte digitale Medien für überflüssig; ein Drittel der Top-Führungskräfte beklagt sogar, dass neue Technologien eine Belastung darstellen.

Interessant ist allerdings, dass die Investitionsbereitschaft in digitale Medien und Technologien in keinem direkten Verhältnis zur persönlichen Affinität gegenüber digitaler Medien steht: Während die Mehrheit des oberen Managements eine persönliche Distanz gegenüber digitalen Medien pflegt, hält nur jeder Sechste Investitionen in diese für überflüssig. Ganz im Gegenteil: 64% der Befragten halten sie durchaus für zukunftsrelevant oder zumindest erstrebenswert. Deutlich ausgeprägter ist erwartungsgemäß die Investitionsbereitschaft der unteren Führungsebenen. Hier liegt die positive Resonanz sogar jeweils bei über drei Viertel.

Im geschlechterspezifischen Vergleich weicht die persönliche Affinität von Männern und Frauen digitalen Medien nicht voneinander ab; sie empfinden über alle Hierarchiestufen hinweg ähnlich. Allerdings seien Frauen in Sachen Investition deutlich zurückhaltender.

Und noch etwas belegt die Studie: jüngeren Menschen fällt die Adaption neuer digitaler Technologien leichter. Für 80% aller Berufstätigen unter 30 Jahren sind elektronische Medien selbstverständlich geworden; bei den über 50-Jährigen denkt nur knapp über die Hälfte positiv über digitale Medien.

Über die Studie: Für die soziodemografische Studie des Digital Intelligence Institute (dii), wurden mehr als 1.000 Führungskräfte in den drei Positionsebenen Geschäftsleitung, Fachbereichsverantwortung und Teamleiter befragt. Die aktuelle Studie ist eine Vergleichsstudie und wurde nach 2011 zum zweiten Mal durchgeführt.

Weitere Informationen: http://www.di-i.org/institute/presse/detail/juengere-mitarbeiter-draengen-auf-staerkere-digitalisierung-der-unternehmen/