Händler sammeln tausende Daten von ihren Kunden – doch was dann?

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Deutsche Unternehmen in Sammellaune – das Geschäft mit Daten boomt; immer mehr Unternehmen setzen auf Daten-getriebenes Marketing, um in den direkten Kundendialog zu treten und für sich und die eigenen Produkte zu werben. Entsprechen viel investieren Firmen in die Erfassung und Katalogisierung von eigenen Kundendaten. Welches Potential die Data-Goldgrube bereit hält, war auch Thema des Handelsblatt.

In einem exklusiven Beitrag widmete sich die renommierte Wirtschaftstageszeitung bereits in der Ausgabe vom 29. März genau diesem Thema. Unter dem Titel „Verborgene Schätze“ beleuchten die verantwortlichen Redakteure Joachim Hofer, Florian Kolf und Georg Weishaupt unter anderem die Ergebnisse einer Studie der Universität Potsdam zusammen mit dem SAS Institute. Diese stellt heraus, dass viele Händler und Marketer in Deutschland zwar wertvolle Informationen über ihre Kunden sammeln, sie aber bisher nicht zu nutzen wissen.

Gemeinsam mit dem SAS Institute befragte die Universität Potsdam Manager der ersten und zweiten Führungsebene in mehr als 7.000 Unternehmen – darunter insgesamt 1.500 Manager aus dem Bereich Handel. Die Universität Potsdam wollte beispielsweise genauer wissen, wie die Unternehmen zum Thema Big Data stehen und wie sie mit gesammelten Daten umgehen. Wie die Ergebnisse zeigen, hat die deutschsprachige Wirtschaft ein eindeutiges Verständnis für Big Data gebildet, das 86% der Befragten vertreten: Polystrukturierte Daten (d.h. Daten, die sowohl in strukturierter als auch unstrukturierter Form vorliegen) werden erfasst, gespeichert und analysiert. Darüber hinaus geben 68% der Befragten an, dass Big Data für die Auswertung vergangenheitsbezogener Daten steht.

Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse zitiert das Handelsblatt den Geschäftsführer von SAS, Wolf Lichtenstein: „Den meisten Handelsunternehmen fehlt schlicht das Know-how, um Big Data richtig zu nutzen.“ Wie aber schaffen Unternehmen den Sprung von Big Data zu Smart Data?

So funktioniert Big Data in deutschen Unternehmen
Das Handelsblatt nennt beispielhaft einige sehr bekannte Marken, darunter auch Marc O’Polo, denen die Implementierung von Daten in die eigene Marketingstrategie sehr gut gelungen ist. Das Unternehmen weiß um die steigende Erwartungshaltung seitens der Kunden, deren Präferenzen bei der eigenen Marke in Zeiten zunehmender Digitalisierung kennen zu müssen. Allerdings zeigt Marc O’Polo, dass das Daten sammeln eine sensible Angelegenheit ist. Kunden müssen ihnen die Daten freiwillig geben. Laut Lichtenstein sei es nicht ausreichend, einfach die technologischen Möglichkeiten zu nutzen, wenn man einen Kunden zum Online-Shopping animieren möchte. Der Marc O’Polo Marketing Chef Tom Wallmann verdeutlicht dies ebenfalls: „Wenn ein Kunde bei uns Schuhe gekauft hat, dürfen wir ihn nicht in den nächsten Wochen mit Schuhwerbung überschütten. Vielleicht braucht er etwas ganz anderes.“ Fingerspitzengefühl ist gefragt!

Wir sehen also: Bei der Mehrheit der Unternehmen scheint sich die Smart Data-Kompetenz weniger kontinuierlich oder gar langsam zu entwickeln. Es gilt, den Anschluss an den digitalen Wandel nicht zu verpassen und in diesem Bereich Feingefühl zu beweisen.

Mit der richtigen Datenkompetenz auf der Überholspur
Vor dem Erfassen der Daten steht die Frage nach dem „Warum“? Je genauer und umfassender sich ein Unternehmen ein Bild von ihren Kunden und potenziellen Interessenten machen, desto hochwertiger und individueller können Kommunikations- und Marketingstrategien entwickelt und umgesetzt werden. Eine gewinnbringende Kundenansprache ist daher keine Frage der Datenquantität, sondern der Datenqualität. Saubere, aktuelle Datensätze bilden eine unverzichtbare Grundlage um eine langfristig erfolgreiche und nachhaltige Beziehung zu seinen Kunden aufzubauen. Gleichzeitig bedarf es ausgefeilter Technologien, mit denen Daten zusammengeführt, interpretiert werden und mehr Wissen über Kunden und Märkte generiert wird. Schober hat sein Produktportfolio im „Data Management“ neu geordnet, überarbeitet und erweitert. Gerne unterstützen wir Sie dabei, Ihre Daten von „big“ zu „smart“ zu führen und beraten Sie gern über die Möglichkeiten mit unsere individuellen Smart Data Technologien.

Weiterführende Links:
http://www.sas.com/de_ch/news/press-releases/2015/november/20151130-studie-der-universitaet-potsdam-zeigt–handel-schoepft-big-data-.html

http://www.sas.com/content/dam/SAS/bp_de/doc/studie/ba-wettbewerbsfaktor-analytics-abschlussbericht2013-2288745.pdf
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