Insights zum #BlackFriday

Allmählich kribbeln bei so manchen schon die Finger und die Aufregung steigt! Am 29. November ist es nämlich wieder soweit: Das Mega-Shopping-Event #BlackFriday mit der großen Jagd auf die besten Deals und Rabatte steht vor der Tür. Wir haben uns ein bisschen näher mit dem Hintergrund und Erkenntnissen zu diesem Tag beschäftigt und sind dabei auf einige Fun Facts und interessante Studien gestoßen.

Der Name Black Friday

Wissen Sie, wieso der Tag eigentlich „Black Friday“ heißt? Er kommt ursprünglich aus den USA und findet seit erstmaliger Begriffsverwendung 1966 immer am vierten Freitag im November, einen Tag nach Thanksgiving statt. Dass viele Amerikaner diesen Brückentag nutzen, um ihre Weihnachtseinkäufe rechtzeitig – noch dazu mit Preisnachlass – zu erledigen, hat dazu beigetragen, dass sich der Black Friday in den USA seit 2005 zum umsatzstärksten Tag im gesamten Jahr entwickelt hat.

Als Namensgeber wird einerseits die große Menge einkaufender Menschen gesehen, die sich wie eine schwarze Masse durch die Geschäftsstraßen bewegt und mit überfüllten Gehwegen und Verkehrschaos einhergeht. Andererseits bezieht man sich auf die positive Sicht der Einzelhändler, die an diesem Tag des Kaufrausches einen positiven Gewinn erwirtschaften und schwarze Zahlen schreiben. Und was haben sich hier inzwischen für kuriose Trends entwickelt, vor allem in den USA: Camping vor Kaufhäusern in der Nacht vor dem großen Schnäppchen-Tag mit dem Ziel, sich einen vorderen Platz in den Warteschlangen zu ergattern, ist beispielsweise keine Seltenheit. Dazu boomen Line-Sitting Services, bei denen Personen nur dafür bezahlt werden, dass sie sich in der Reihe anstellen und den Platz für den eigentlichen Kunden freihalten. Und wer hätte es gedacht, es gibt tatsächlich auch einen Warterekord! Den haben 2014 zwei junge Frauen geknackt, die 22 Tage vor einem Elektronikgeschäft campierten, um einen günstigen Fernseher zu ergattern.

Black Friday in Deutschland

Wie sieht der Black Friday in Deutschland aus? 2006 wurde er erstmalig von Apple aus Amerika zu uns gebracht, und seit 2013 sorgen Black Friday Angebote in größerem Rahmen für Aufsehen. Im Gegensatz zu den USA, wo das gigantische Schnäppchen-Event überwiegend im stationären Handel stattfand, war der Black Friday in Deutschland anfänglich ausschließlich online zu beobachten. Erst 2016 kam das Einkaufs-Highlight so richtig in den Innenstädten und Shoppingcentern an, und die Zahl der teilnehmenden Filialen stieg beachtlich. Eine Untersuchung des IFH Köln zeigt, dass sich der Black Friday für den deutschen Handel trotz der Rabatte mehr als auszahlt: Nach stetig steigenden Aktionsumsätzen am Black Friday Wochenende wurde 2018 mit 2,4 Mrd. Euro der bisherige Höhepunkt erreicht; für 2019 wird sogar das Knacken der 3 Mrd. Euro Umsatz-Marke vorhergesagt.

Black Friday in den Sozialen Medien

Um herauszufinden, welche Themen Social Media Nutzer in Bezug auf den Black Friday bewegen, beobachteten wir über unseren Service Community Insights Twitter-, Blog- und Forenbeiträge dazu. Worüber wird verstärkt gesprochen? Da fällt zum Beispiel die Diskussion zu Fake-Schnäppchen ins Auge: Natürlich geht man zunächst davon aus, dass die Dinge, die man am Black Friday erwirbt, echte Schnäppchen sind. Jedoch werden im Netz allerlei Tricks der Händler aufgedeckt – zum Beispiel die Herausbildung eines eigenen Wirtschaftszweigs, der speziell für den Black Friday hochpreisig wirkende Produkte herstellt, welche in Wirklichkeit qualitativ schlechtere Ausführungen darstellen. Darüber hinaus trifft man auf die Kritik, dass viele Händler irreführende Angebote platzieren, indem sie Rabatte auf Grundlage der unverbindlichen Preisempfehlung berechnen, der tatsächliche Marktpreis aber in der Regel weit darunter liegt. Wie der folgende Forenbeitrag verdeutlicht, fällt bei langfristiger Beobachtung der Preise zudem auf, dass diese zum Teil vorher zunächst erhöht werden, um am Black Friday im Verhältnis dazu eine auffällige Senkung zu erfahren.

Black Friday – Zahlen und Fakten

Mit Hilfe unseres Social Media Tools stößt man nicht nur auf rege Diskussionen rund um die Schnäppchenstrategien des Black Friday, sondern auch auf zahlreiche Umfragen, Studien, Zahlen und Fakten, die dazu herangezogen werden. 2019er Umfragedaten der Black Friday GmbH zufolge gehören in Deutschland Elektronik (81%), Schuhe, Geschenke, Wohnen und Mode zu den fünf beliebtesten Produktkategorien. 62% der Planer gehen davon aus, am Black Friday mehr als 300 Euro auszugeben. Eine Erhebung von Black-Friday.Global zeigt in Deutschland am Black Friday 2018 einen Verkaufsanstieg um 2418% im Vergleich zu einem normalen Tag. 91% der Deutschen wissen, was Black Friday ist und 57% von ihnen hoffen dieses Jahr auf einen Kauf zu Top-Preisen. Es wird erwartet, dass die Mehrheit der deutschen Kunden (54%) in Online-Shops bestellen wird, jeder Dritte sowohl in Webshops als auch in den Filialen, und nur ca. 11% ausschließlich in den Märkten vor Ort. Aus einer idealo-Studie geht allerdings hervor, dass in den 50 nachfragestärksten Kategorien am Black Friday 2018 die durchschnittliche Preisersparnis bei lediglich 6 Prozent lag. Auch Stiftung Warentest stellte bei einer Untersuchung zur Entwicklung der Online-Preise fest, dass nur bei vier von 50 Produkten am Black Friday der niedrigste Preis deutlich geringer war als sonst im November.

Insgesamt geht der Tenor der Social Media User in die Richtung, dass gute Schnäppchen sich auf jeden Fall finden lassen, besonders Impulskäufern im ganzen Black Friday Trubel aber zu sorgfältigen Preisvergleichen und einem kritischen Umgang mit den Sonderangeboten geraten wird.

Buy nothing statt Black Friday

Bezeichnenderweise gibt es – in Amerika am selben Tag, in Europa einen Tag später – eine Gegenbewegung in Form eines Anti-Shopping-Konzepts: den #KaufnixTag oder #BuyNothingDay. Ein Aufruf zu einem 24-stündigen freiwilligen Konsumverzicht, Innehalten im Konsumrausch. „It’s not a good deal if you don’t need it.“ Damit richtet man sich verstärkt gegen den Trend, Dinge zu kaufen, die gar nicht benötigt werden, nur weil sie gerade so günstig sind. „Neurowissenschaftler konnten in Versuchen nachweisen, dass bereits der Anblick von Prozentzeichen auf einem Preisschild das Belohnungssystem im Hirn aktiviert. Wer also während des Black Fridays einkaufen geht – egal ob online oder in Geschäften – wird wahrscheinlich auch noch etwas Ungeplantes dazu kaufen.“ Interessant ist in diesem Zusammenhang die Frage, wie sich der Black Friday in den nächsten Jahren entwickeln wird. Wie aus einer Marktstudie der GFK hervorgeht, ist nämlich eine Tendenz weg von der Preisfixiertheit und Schnäppchenmentalität hin zu Qualität und bewusstem Einkaufen zu beobachten, wenngleich laut Studie derzeit der Anteil an Sonderangebots-orientieren Konsumenten immer noch bei 40 Prozent liegt.

Schober: Get the Insights!

Viele spannende Themen zeichnen sich hier ab, über die sich noch viel mehr herausfinden lässt, wenn man in die Tiefe geht. Über unsere Community Insights können wir Ihnen Stimmungs-, Meinungsbilder, Kaufmotive, Trends und Tendenzen aufzeigen und analysieren, sowohl zum Black Friday, aber darüber hinaus zu den spezifischen Themen, die für SIE entscheidend sind. Besondere Insights erhalten Sie auch über unseren Service Geofencing. Bei einer Analyse zum Einkaufsverhalten am letzten Black Friday fanden wir zum Beispiel heraus, dass einige Einkaufszentren am Black Friday signifikant weniger besucht wurden, als am Freitag darauf.  Eine interessante Information für den dort ansässigen stationären Handel, der entweder noch bessere Angebote platzieren oder mehr Werbung betreiben könnte, um die Online-Besteller in die Filialen zu bringen. Neugierig geworden? Kontaktieren Sie uns – wir beraten Sie gerne individuell bei all Ihren Anliegen.

Bis dahin wünschen wir Ihnen einen spannenden Black Friday mit erfolgreichen Deals bei guter Schnäppchen-Laune! Und vor allem: vergessen Sie nicht, einen kühlen Kopf zu bewahren ;-).

 

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